Ny-Ålesund
Die nördlichste ganzjährig bewohnte Siedlung der Welt — heute ein Forschungsdorf mit Stationen aus rund zehn Ländern.
Vom Bergbauort zum Forschungsdorf
Ny-Ålesund entstand als Kohlebergbausiedlung. Nach einem Grubenunglück 1962 mit 21 Toten wurde der Bergbau eingestellt; der Ort wurde zur Forschungsstation umgewidmet. Heute unterhalten rund zehn Länder dort Stationen, darunter Deutschland mit dem AWIPEV-Standort, gemeinsam mit Frankreich betrieben.
Der Ankermast
Am Ortsrand steht der Mast, an dem 1926 das Luftschiff Norge vertäut war, bevor Roald Amundsen, Umberto Nobile und Lincoln Ellsworth damit den Nordpol überflogen. Zwei Jahre später startete von hier die Italia, die auf dem Rückweg abstürzte — der Anlass für Amundsens eigenes tödliches Suchflug-Unternehmen.
Funkstille
Rund um Ny-Ålesund gilt eine Funkstille-Zone: Mobiltelefone und WLAN müssen ausgeschaltet bleiben, weil die Messgeräte der Stationen extrem empfindlich sind. Das wird ernst genommen und vor jedem Landgang erklärt.
Aus unseren Bordlogbüchern
Diese Berichte stammen von Reisen, die tatsächlich hier waren — Datum, Ablauf und Beobachtungen aus den Logbüchern der Expeditionsleitung.
Häufige Fragen zu Ny-Ålesund
Was ist Ny-Ålesund?
Die nördlichste ganzjährig bewohnte Siedlung der Welt, am Kongsfjord auf Spitzbergen. Ursprünglich ein Kohlebergbauort, heute ein Forschungsdorf mit Stationen aus rund zehn Ländern.
Warum muss man in Ny-Ålesund das Handy ausschalten?
Weil rund um den Ort eine Funkstille-Zone gilt. Die Messgeräte der Forschungsstationen sind extrem empfindlich; Mobilfunk und WLAN würden sie stören.
Was hat Amundsen mit Ny-Ålesund zu tun?
Von hier startete er 1926 mit dem Luftschiff Norge zum Überflug des Nordpols. Der Ankermast steht noch am Ortsrand.