Expeditions-Guide
Expeditions-Guide

Verantwortungsvolle Fotografie.

Antarktis-Fotografie ist magisch — weite Weißräume, dramatische Wolken, Tiere ohne Scheu. Aber: Das perfekte Bild darf das Motiv nie stören. Hier unsere Leitlinien.

Technik für Antarktis-Licht

  • Überbelichten +1 EV: Die Kamera denkt Schnee sei grau und macht dunkle Bilder. Immer +2/3 bis +1 EV Korrektur.
  • Manuell fokussieren bei Schnee — Autofokus findet sonst nichts.
  • RAW-Format ist Pflicht — die enorme Dynamik (Schnee vs. schwarzer Fels) braucht Nachbearbeitung.
  • Niedriger ISO — das Licht ist meist überreichlich, ISO 100–400.
  • Polarisationsfilter reduziert Reflexe auf Wasser und Eis.

Ethik — das Tier steht über dem Bild

  • Niemals Fluchtreaktion auslösen. Wenn sich Körperhaltung ändert, sind Sie zu nah.
  • Kein Teleblitz auf Tiere, besonders nicht auf nachtaktive.
  • Nicht locken, nicht rufen — Sie sind Gast, nicht Regisseur.
  • Drohnen sind in der Antarktis verboten (IAATO-Regel).

Die magischen Stunden

Auf vielen Routen haben Sie 24-Stunden-Licht. Die besten Bilder entstehen meist zwischen 22:00 und 04:00 Uhr — sanftes Seitenlicht, rosa/goldene Tönung, weniger Menschen auf Deck.

Pflege bei Kälte

  • Akkus am Körper tragen — Kälte entlädt sie in Minuten.
  • Keine warme Kamera ins Zodiac! Kondensation schlägt sich innen nieder. Stattdessen: Gehäuse in Plastiktüte, bevor es ins Warme kommt.
  • Fotohandschuhe: dünn, mit Touch-Fingern — Knöpfe mit Handschuhen bedienen können.
Fotografie-Expeditionen Mehrere unserer Reisen sind speziell auf Fotografen zugeschnitten — mit namhaften Bildautoren als Guides, Workshops an Bord und längeren Landungszeiten an Motiv-Hotspots. Fragen Sie bei der Buchung nach.
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